La Battaglia di Magenta

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Die Schlacht von Magenta

Geschichte

Battaglia Storia



Im Juli 1858 trifft sich Cavour heimlich mit Napoleon III. in Plombières. Nach den Vertragsvereinbarungen steht Frankreich dem Piemont im Falle eines österreichischen Angriffs hilfreich zur Seite und falls der Krieg gewonnen wird, muss Italien in drei Reiche unterteilt und unter dem Ehrenvorsitz des Papstes in einem Bund organisiert werden. Die Abtretung von Nizza und Savoyen wird der territoriale Preis für die französische Unterstützung sein. Am 10. Dezember schließen Frankreich und Piemont ein formelles Bündnis. Am 10. Januar 1859 erklärt Vittorio Emanuele II. in einem Eröffnungsgespräch des Parlaments (dessen Text zwischen Cavour und Napoleon III. vereinbart wurde): „Wir sind nicht unempfindlich gegen den Schmerzensschrei, der sich aus vielen Teilen Italiens gegen uns richtet…“ Der Widerhall ist auf der gesamten Halbinsel gewaltig: Die Lombarden zeigen ihre Begeisterung, während die Freiwilligen den Ticino überqueren, um sich den Piemontesen anzuschließen. Am 23. April schickt Österreich ein Ultimatum an das Piemont mit der Aufforderung innerhalb von drei Tagen abzurüsten. Dies war die von Cavour geduldig erwartete Gelegenheit, um den Krieg zu beginnen. Nach Ablauf der vorgeschriebenen Zeit fallen die Österreicher im Piemont ein, mit der Absicht das sardische Heer vor Ankunft des Verbündeten zu besiegen. Die Piemontesen verhindern das Vorrücken des Feldmarschalls Ferencz Gyulaj, indem sie die Reisfelder von Lomellina und Vercelli überfluten; die Franzosen, über den Moncenesio und aus Genua kommend, erreichen das Schlachtfeld sehr schnell. Am 20. Mai werden die Österreicher in Montebello geschlagen. Während Gyulaj mit dem Großteil der Truppen die Passage des Feindes um Piacenza herum abwartet, täuscht Napoleon III. ihn, indem er den Weg über den Po in Casale nimmt und seine französische Armee schnell mit Hilfe der Bahn aus dem Gebiet von Alessandria in das Gebiet von Novara bringt, um von dort aus weiter nach Mailand zu streben. Der Plan der französisch-piemontesischen Kräfte liegt darin aus zwei Richtungen in Magenta zusammenzulaufen: Aus Turbigo und von der Brücke über den Ticino auf der Straße zwischen Mailand und Novara. Die Franzosen hatten die größeren Anstrengungen, während das piemontesische Heer die Aufgabe hatte den Truppen zu folgen, die aus Turbigo vormarschierten und nur im Bedarfsfall einzugreifen. Erst nach den Niederlagen am 30. und 31. Mai in Vinzaglio und Palestro erkennt das österreich-ungarische Kommando die Falle und befielt, dass der Großteil des Heers von Lomellina nach Magenta über Vigevano und Abbiategrasso versetzt wird; die Verteidigung verläuft entlang dem Naviglio im Vertrauen darauf die Brücken von Robecco, Pontevecchio, Pontenuovo und Boffalora zu sprengen. Die kaiserlichen Mächte ziehen sich zurück und legen eine Verteidigungslinie zwischen Naviglio Grande und dem Ticino fest, wobei sie die große napoleonische Brücke zwischen Magenta und Trecate in die Luft sprengten. Aber die Brücke über den Ticino, die von den Franzosen San Martino bzw. die Brücke von Boffalora genannt wurde, resultiert nur zum Teil beschädigt. Man glaubt an ein paar Fehlladungen, entdeckt aber schließlich, dass es sich hier um einen echten Sabotageakt handelt. Die Firma Badoni aus Lecco hatte von der österreichischen Befehlsmacht den Auftrag erhalten, die Brücke unter der Leitung des Mailänder Ingenieurs Marcello Rougier zu verminen. Diese, mit ihrem Sinn für Patriotismus, verlangsamt die Perforierungsarbeiten für das Einsetzen des Sprengstoffs in den Brückenbögen und verlegt die Sprengstoffladungen nicht an den vitalen Stellen. Aufgrund der Bedrängnis durch den Kampf waren die Österreicher dazu gezwungen, die Zündschnüre auf die Schnelle zu zünden. Sie waren erschüttert, als sie an den Linien des Pontenuovo erkannten, dass die ersten beiden Brückenbögen nach der Explosion auf dem lombardischen Ufer so ineinander zusammenfielen, dass die Passage der französischen Truppen dennoch möglich war. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juni bildet das französische „Genie“ vor Turbigo und geschützt von der Artillerie eine 180 Meter lange Brücke aus Booten. Es beginnt die Passage der 2. Armeetruppe unter dem Kommando des Generals Patrice Edme de Mac Mahon, der die ersten Gefechte in Turbigo und Robecchetto führte. Am Morgen des 4. teilt Mac Mahon seine Truppen in zwei Kolonnen ein und dirigiert die 2. Div. des Generals Epinasse in Richtung Marcallo und die 1. Div. von De La Motterouge in Richtung Boffalora. In der Zwischenzeit verspäten sich die österreichischen Truppen mit ihrer Ankunft in Lomellina und zur Verteidigung der Linie des Naviglio verbleiben dem General Clam-Gallas nur 20 – 25.000 Mann. Er verteilt seine Truppen im Dreieck mit den Stützpunkten in Magenta, Boffalora und Marcallo. Als Napoleon III. von seiner Beobachtungsstation im Turm S. Martino al Basto, am piemontesischen Ufer des Ticino die Kanonenschüsse wahrnimmt, befiehlt er seinen Truppen in Richtung der Brücken Boffalora, Ponte Vecchio und Ponte Nuovo über dem Naviglia Grande vorzurücken, überzeugt davon, dass der Angriff von Mac Mahon bereits stattfindet. Die Österreicher jagen die ersten beiden Brücken in die Luft; die Zündung für die Explosion der Sprengstoffladungen für die Zerstörung der Dogana funktioniert nicht. Diese Brücke zusammen mit der Eisenbahnbrücke einige Hundert Meter weiter unten im Tal, sind die einzigen Passagen, um das linke Ufer des Kanals zu erreichen. Aber Mac Mahon befindet sich in Wartestellung, um die Bewegungen seiner Kolonnen zu koordinieren und das 3. Armeekorps kommt verspätet aus Novara auf dem Schlachtfeld an. Mit seinem höheren Status überspringt er seinen linken Flügel, wo sich Camou und Epinasse befinden müssen. Er durchquert die Felder in Richtung Mesero und ohne es zu bemerken durchquert er auch einige kaiserliche Vorposten, die aufgrund der Überraschung bewegungsunfähig blieben; dies wiederholt sich, als die Gruppe nachdem Sie das Vorrücken auf Marcallo und Magenta abgesprochen haben, zurückkehrt, um den Angriff auf Boffalora wieder aufzunehmen. In der Zwischenzeit nähert sich ein Großteil der österreichischen Truppen aus Abbiategrasso, dessen Einlauf in Linie die Situation für die Franzosen kritisch werden lässt und zwar so sehr, dass in Wien ein Telegramm verschickt wird mit der Meldung eines überwältigenden Sieges. Die Schlacht erregt sich um Pontenuovo; wiederholte Angriffe und Rückzüge der Franzosen hinterlassen auf dem Feld eine große Anzahl an Gefallenen. Sieben Mal erobern und verlieren sie die Brücke. Es werden Verstärkungen beim Kaiser angefordert, aber die Antwort ist negativ. Es verbleibt Ihnen nur die Garde. Bei den Gefechten fällt der General Clèr und in der Verwirrung bleibt sein Körper in der Hand des Feindes; er wird erst viele Stunden später entkleidet und ohne seiner Ränge aufgefunden. Nach schweren Kämpfen mit unsicherem Ausgang schaffen es die Franzosen erst den Ponte Nuovo zu überqueren, als sich die Österreicher - auf der rechten Flanke von Mac Mahon bedroht, der seinen Angriff auf Boffalora wieder aufgenommen hat-, zurückziehen und in Magenta verbleiben. Die Verteidigungspunkte sind: Der Friedhof, auf der Straße zum Ponte Vecchio, die alte Pfarrkirche von San Martino, die Eisenbahnlinie und Casa Giacobbe, das erste Gebäude nördlich des Ortes. Die Schlacht lodert um die Eisenbahnstation von Magenta auf. Entlang der Eisenbahnlinie haben die Österreicher-Ungaren Kanonen platziert. Sehr schnell verlassen sie ihre Positionen und ziehen sich in die Häuser zurück, um Schritt für Schritt das Gebiet zu verteidigen. Der General Epinasse wird in der Nähe des Casa Giacobbe getroffen, aber seine Kolonne und die von Mac Mahon überwinden mit Hilfe eines Zangenmanövers die Bettung der Eisenbahnlinie und greifen den in der Ortschaft verschanzten Feind an. Casa Giacobbe wird von den Zuaven von Epinasse erobert, die aus Rache für den Kommandanten keine Gefangenen nehmen, sondern die mehrere hundert Kaiserjäger, die dem Haus vorstanden, den Waffen übergeben. Gegen Abend decken die Scharfschützen des Generals Manfredo Fanti und die Batterien der Piemontesischen Artillerie des Generals Durando die linke verbündete Flanke ab und nehmen an den Durchsuchungen des Wohngebiets teil. Gyulaj ist sich klar die Partie verloren zu haben und zieht sich zurück mit der Überlegung eines Gegenangriffs, der aber nie stattfinden wird. Am Abend des 4. Junis, nach der siegreichen Schlacht, ernennt Kaiser Napoleon III. Mac Mahon zum Feldwebel von Frankreich und Herzog von Magenta. Am Abend verlassen die Habsburger Mailand schnell mit Karren und Eisenbahnkonvois. Von den verschiedenen städtischen Kasernen bis zur Festung des Schlosses Sforzesco findet ein hektisches Aufeinanderfolgen von Befehlen statt, um Material und Rüstungen zu zerstören, damit nichts in die Hände der Franko-Sarden fällt. Am 8. Juni 1859, während in Melegano die Verbündeten erneut die Kaiserlichen Mächte besiegen, defilieren Napoleon III., Kaiser von Frankreich und Vittorio Emanuele II., König von Sardinien, in Mailand unter dem Arco della Pace in Sempione, unter Anführung des Feldwebels Mac Mahon, der die Sieger von Magenta führt. In Magenta stellte die Franko-Sardische Armee zu Beginn 58.000 Soldaten gegen die 62.000 Soldaten des Heeres des Österreichischen Kaiserreichs aufs Feld. Die französischen Verluste an diesem Tag waren 4.500 Soldaten, während die Österreicher 10,000 Männer außer Gefecht hatten. Die Schlacht von Magenta, die die Befreiung von Mailand und der Lombardei erlaubte, zeichnete so den Beginn des Weges zur Einheit Italiens ab. Die Geschichte erzählt weiter von den Ereignissen am 24. Juni auf den Hügeln von Solferino und am 11. Juli in Villafranca in der Nähe von Verona, wo sich Napoleon III. und Francesco Giuseppe trafen, um den Waffenstillstand zu unterzeichnen, der für das Ende des zweiten Krieges der italienischen Unabhängigkeit steht.

 

testi a cura di Pietro Pierrettori